Die Künstlerin Barbara Muhr wurde 1988 in Straubing geboren und studierte Bildende Kunst
und Ästhetische Erziehung/Kunstgeschichte an der Universität Regensburg. Sie ist tätig als
freischaffende Künstlerin seit 2016 und lebt und arbeitet in Regensburg sowie in Straubing,
ihrer Heimatstadt. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Präsentation ihrer Werke auf diesen
(sehenswerten) Bereich des Donautals begrenzt ist, ihre Arbeiten wurden auch schon u. a.
in Leipzig, Darmstadt und Bodenseeorten; im Ausland in Clermont-Ferrand und Pilsen
(Galerie mesta Plzne) gezeigt. An (neueren) Preisen und Auszeichnungen erhielt sie 2022 den
Förderpreis des Bodenseekreises für gegenständliche Kunst (Meersburg), 2023 von der Stadt
Regensburg den Kulturförderpreis und 2024 den Kulturpreis der Dr. Franz und Astrid Ritter-
Stiftung Straubing (voraus ging bereits 2017 der Kulturförderpreis dieser Stiftung).
Barbara Muhr zeigt in ihrer figurativen Malerei einen Sinn für den Zeitgeist und das Denken
und Sehnen ihrer Generation, ihre bewusst gestalteten Bildkompositionen finden Grundlagen
und Anregungen in einer Fülle von Quellen. Schön wird diese Grundüberlegung in ihrer
Ophelia von 2024 gezeigt (Pastell und Acryl auf Leinwand): Die/eine Ophelia betrachtet in
leichtem hellblauem Sommerkleid und sexy Sitzhaltung den Betrachter/die Betrachterin.
Ophelia ist eine bekannte und berühmte Frauengestalt aus dem Hamlet von Shakespeare.
Ihr bekannter und attraktiver Name wurde für vielerlei verwendet, angefangen von Musik
über Namen für Schiffe und Orte bis zu einem Asteroiden.
Mir gefällt auch "Smile" (2025) gut: Eine junge Frau hat Tränen in den Augen - und hält in
der Hand eine Fröhlichkeits-Maske: Eine treffende Aussage der häufig feststellbaren Diskrepanz
zwischen der oft geforderten äußeren Maske und der eigenen eigentlichen Stimmung.
Es bleibt wohl spannend, ob dieser Blick auf Zeitgenossen und ihre Generation sich in der
weiteren Arbeit von Barbara Muhr ausweitet -