Die Charlotte Fogh Gallery erweist sich als eine der großen und belangreichen Galerien Dänemarks. Zentral in Aarhus gelegen und
damit noch in erreichbarer Entfernung zu Kopenhagen bietet gerade die Jubiläumsausstellung zum zwanzigjährigen Bestehen eine
treffende Gelegenheit, auf diese großartige Galerie hinzuweisen. 22 Künstlerinnen und Künstler aus Dänemark bzw. Skandinavien
werden hier in 49 herausragenden und originellen Werken vorgestellt - geschaffen in den Jahren 2019 bis 2026 (aus unserem Jahr
stammt dabei die große Mehrzahl der Arbeiten).
Hier nenne ich lediglich in Auswahl Kunstschaffende. die besonders Ansehen auch im Ausland gewonnen haben:
Lilibeth Cuenca Rasmussen mit ihrer großen internationalen Präsenz, die 1970 in Manila geborene Performancekünstlerin, die vor
allem mit Video, Photographie und Skulptur arbeitet und hier mit "Chimera Hours" (Archival pigment print)aus unserem Jahr 2026
vertreten ist. Werke von ihr waren auch schon in Berlin ausgestellt. Derzeit ist sie an der Kunstakademie Bergen tätig.
Eske Kath (geboren 1975) ist in der Ausstellung mit fünf Arbeiten vertreten. Am meisten hat mich "No Title / Horizon 9" (Acrylic and
Japanese ink on canvas) ebenfalls aus unserem Jahr beeindruckt. Eske Kath hat übrigens bei der Ausgestaltung der Dänischen Kirche
in Berlin mitgewirkt.
Von Katja Bjorn werden drei Arbeiten aus unserem Jahr gezeigt: "Emerging from darkness 1, 2, 3". Die Künstlerin
hat ebenfalls auf einer Ausstellung in Berlin 2019 einige ihrer Schöpfungen präsentiert.
Morten Schelde, hier mit 6 Bildern (aus den Jahren 2021-2026) einer der meist gezeigten Künstler auf dieser Jubiläumsausstellung,
war auf der Ausstellung "Waterworld" in Berlin 2021 anwesend. Mir sagen seine Arbeiten mit ihren oft hellen Farben sehr zu, bei dieser
Ausstellung hier spricht mich aber besonders "Owl" an (2023; "Ink and pencil on paper"), die aus dem Dunkel rosa herausschauende Eule.
Martin Bigum (geboren 1966, Frederiksberg) stellt zwei Arbeiten aus - hier verweise ich ausdrücklich auf die Werkschau auf Instagram.
International von großer Resonanz ist Julie Nord, auf die ich abschließend verweise. Geboren 1970 in Kopenhagen, wo sie lebt und
arbeitet, war sie 1994-2001 an der Dänischen Akademie der Bildenden Künste. Herausragend sind ihre zahlreichen Teilnahmen an
Ausstellungen bereits seit 1994 vor allem in Dänemark, aber auch international (vor allem London und New York). Ihre drei hier gezeigten
Aquarelle stammen aus den jahren 2023 und 2024. Als besonders ausdrucksstark empfinde ich "Dawn of Revolution" (2023). Auch das
Literaturverzeichnis zu ihren Arbeiten ist sehr bemerkenswert.