Heute präsentiere ich mal keine Ausstellung, sondern eine Künstlerin, die vielleicht als
"Artifex docta" bezeichnet werden könnte, wenn es diesen Terminus denn gäbe.
Christina Kirchinger (geb. 1987, lebt und arbeitet in Regensburg) besitzt einen breiten
akademischen Hintergrund: 2012 Bachelor in Kunst, Französisch und Kunstgeschichte;
2015 Master; dazu abgeschlossenes Lehramtsstudium in Französisch und Kunstgeschichte.
Ihre Promotion erfolgte 2025.
Seit Jahren ist sie als Lehrbeauftragte im Kunstbereich tätig an der Hochschule
Regensburg sowie an den Universitäten Eichstätt und Regensburg.
Parallel dazu präsentiert sie als Künstlerin ihre Werke seit 2012 in Gruppenausstellungen
und seit 2013 in Einzelausstellungen. Die Ausstellungsorte sind breit gestreut, herausragend
sind Regensburg und München, aber auch Köln u.v.a.
Neben diversen Auszeichnungen sind hier zu nennen die Residenz im Virginia Center for the
Creative Arts in den Jahren 2022 und 2024 sowie im vergangenen Jahr 2025 die Residenz
im Chalet Lecoq/Clermont-Ferrand.
Das künstlerische Schaffen von Christina Kirchinger hatte als Ausgangspunkt das Denken
über Räume und äußert sich vielerlei, so u.a. in Zeichnung, Graphik, Künstler(in)buch.
Sehr bemerkenswert scheint mir das neue Konzept "Chez Christina": Hier wird ein Dialog
zweier Künstler über ihre bzw. die Kunst geplant.
Gestern, 5.6. fand die erste Veranstaltung statt - und endete mit einer echten Überraschung:
Die Teilnehmer der Ausstellung von Nina Aeberhard (München) kamen in ein so intensives
Gespräch untereinander und mit der Künstlerin, dass der eigentlich geplante Dialog der beiden
Künstlerinnen sich erledigt hatte und damit in einen Dialog Künstlerin/Publikum mündete.
Ist bleibt spannend, wie sich die weiteren Termine "Chez Christine" entwickeln werden.