CinEScultura: All we need now is love Fr, 17.04.2026
Wirklich beeindruckend ist, dass nun bereits das 19. spanische Film- und Kulturfestival in Regensburg stattfindet -keinem sonst bekannten Zentrum für spanische Sprache und Literatur vor der Gründung des Forschungszentrums Spanien an der Universität (2010). Auch heute noch für viele überraschend mit seiner spanischen Kulturwoche, bei der herausragende Künstler auftreten.

Und das Festival hat durch die Jahre großen Erfolg -wohl auch durch die Berücksichtigung der Kultur in Lateinamerika. Neben verschiedenen Sponsoren sind als besonders wichtig zu nennen der Jazzclub und die Stadtbücherei, wo nach Auskunft der Leiterin bei den fremdsprachigen Entleihungen spanische Literatur die zweite Stelle einnimmt (hinter Englisch, noch weit vor Französisch und Italienisch). Hier findet statt ein leidenschaftliches, akademisch grundiertes, aber weit darüber hinausgehendes Fest des Interkulturellen, der Teilhabe, der Toleranz, der Diversität, der Demokratie, von Informationen und Wissen - und nicht zuletzt von Musik.

Zu bedenken ist dabei, dass Regensburg historisch gesehen kein Zentrum spanischer Kultur darstellt und es auch keine große spanischsprachige Kommunität gibt. Doch werden immer wieder spanischsprachige Gottesdienste angeboten.

Die diesjährige cinEScultura lädt nun zu einer besonderen Breite von Veranstaltungen verschiedener Art ein. Da ist zunächst das Eröffnungsfest am Mi. 22.4. mit dem Eröffnungskonzert mit Jorge Pardo und Cristian de Moret (in Ostentorkino und Kinokneipe; in Kooperation mit dem Jazzclub Regensburg): Encrucijada / Kreuzung. Sozusagen eine Liebeserklärung an Jazz und Flamenco - und eine Liebeserklärung an Regensburg. Zum Filmprogramm am 24.-26.4. lädt die filmgalerie im Leeren Beutel ein: Love & Revolution, Stay Homas, Un dia Lobo Lopez und Flores para Antonio (zwei Deutschlandpremieren). Sozusagen eine Liebeserklärung an den (Musik)Film.

Seit 24.März (bis 9. Mai) steht die Fotoausstellung "Der Mensch auf tönernen Füßen- Flutkatastrophe in Valencia" für Betrachtung und Nachdenken bereit: Stadtbücherei, Haidplatz 8 (kostenlos mit dem Innenstadtbus zu erreichen). Sozusagen eine Liebeserklärung an die Natur. Präsentiert werden Werke der valencianischen Fotografen Susanna Galbis und Xiqi Yunwang. Die enormen Schäden wirtschaftlicher Art und die 230 Toten dieser Naturkatastrophe sind zugleich Beispiele vergleichbarer Katastrophen, die nicht so eindrucksvoll dokumentiert und damit eben auch verewigt werden.

Für die nächste Ausstellung ist Eile angesagt, denn sie dauert vom 17.4. bis 25.4. und findet statt im Donau-Einkaufszentrum (dem größten Einkaufszentrum von Regensburg, Ebene 2): Fotoausstellung Kantabrien im Kino.