Mickael Doucet: Heterotopia Sa, 07.03.2026
Mickael Doucet (geb. 1974 in Blois) lebt und arbeitet in Paris. Seine Heterotopien sind "andere Orte" - und dennoch sehr reale Interieurs, Wohnräume, Lebensräume (keine Küchen, Schlafzimmer u.ä.).. Sie ermöglichen oft den Blick durch Fenster ins Freie, der Blick geht also von innen nach außen, der Raum ist durchschaubar, wir treffen hier geradezu auf eine Poesie des Raumes.

Die Räume sind architektonisch klar strukturiert und ausgestattet mit einigen Requisiten, die sich oftmals (auch bis ins Detail) wiederholen: Sitzge legenheiten, Beistelltisch, mindestens eine Pflanze (verschiedener Größe) und meist ein Buch, eine Skulptur usw.. Teils sieht man viel, aber es ist nicht überladen. Die Räume sind nicht modern im Sinne unserer Gegenwart - leicht zu erkennen an den Stücken, die fehlen (z.B. Fernseher, Handy). Die Räume wirken gerade in einer Ausstellung wie dieser mit 29 Bildern (meist Kohle und Papier bzw. Öl auf Leinwand) auch als eine Art Puzzle, das einen Blick auf Elemente der Kunstgeschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ermöglicht - obwohl jedes Bild für sich geschlossen ist, seien es architektonische oder stilistische Elemente. Die Werke haben übrigens die Entstehungsjahre 2022- 2026, viele wurden 2025 geschaffen.

Von den Gemälden haben mich "La Lumiere de Trinidad" (Öl auf Leinwand, 2025) und "L` evocation de Samarkand" (Kohle auf Papier, 2026) besonders angesprochen. Es ist wirklich eine gute Idee von Frau Dr. Lesmeister, Mickael Doucet nach Regensburg in ihre Galerie geholt zu haben!