Mickael Doucet (geb. 1974 in Blois) lebt und arbeitet in Paris. Seine Heterotopien sind "andere Orte" -
und dennoch sehr reale Interieurs, Wohnräume, Lebensräume (keine Küchen, Schlafzimmer u.ä.)..
Sie ermöglichen oft den Blick durch Fenster ins Freie, der Blick geht also von innen nach außen, der
Raum ist durchschaubar, wir treffen hier geradezu auf eine Poesie des Raumes.
Die Räume sind architektonisch klar strukturiert und ausgestattet mit einigen Requisiten, die sich
oftmals (auch bis ins Detail) wiederholen: Sitzge legenheiten, Beistelltisch, mindestens eine Pflanze
(verschiedener Größe) und meist ein Buch, eine Skulptur usw.. Teils sieht man viel, aber es ist nicht
überladen. Die Räume sind nicht modern im Sinne unserer Gegenwart - leicht zu erkennen an den
Stücken, die fehlen (z.B. Fernseher, Handy). Die Räume wirken gerade in einer Ausstellung wie dieser
mit 29 Bildern (meist Kohle und Papier bzw. Öl auf Leinwand) auch als eine Art Puzzle, das einen Blick
auf Elemente der Kunstgeschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ermöglicht - obwohl jedes Bild
für sich geschlossen ist, seien es architektonische oder stilistische Elemente. Die Werke haben übrigens
die Entstehungsjahre 2022- 2026, viele wurden 2025 geschaffen.
Von den Gemälden haben mich "La Lumiere de Trinidad" (Öl auf Leinwand, 2025) und "L` evocation
de Samarkand" (Kohle auf Papier, 2026) besonders angesprochen.
Es ist wirklich eine gute Idee von Frau Dr. Lesmeister, Mickael Doucet nach Regensburg in ihre Galerie geholt zu haben!