Organisiert und geleitet von Tina Schmid (über sie habe ich bereits 2023 an dieser Stelle berichtet).
Fünf Tage Literaturfest mit 11 hochkarätigen Veranstaltungen: Das ist gewiss einige Notizen wert.
Dabei ist vielerlei inkludiert: Ausstellung, Lesungen, Tanz, Musik (dazu Konzert). Eröffnet ist hier
ein interkultureller Dialog in verschiedenen Bereichen der Kunst.
Schon die Vernissage übertrifft das übliche "Ritual": Neben dem Willkommen der Künstlerin,
des Publikums und der Eröffnung der Ausstellung begeistert ein eindrucksvoller Tanz im Stil
des "fat chance belly dance" von Frauen der Gruppe "anima dea" unter Mitwirkung und Leitung
der Künstlerin Ji Chen die Anwesenden: Die Brücke ist sozusagen eröffnet und betreten.
Ji Chen ist quasi Weltenbummlerin, hat über zwanzig Länder besucht und gestaltet hier eine
Ausstellung von dreißig Photographien: Frauen und Männer jeden Alters aus aller Welt.
Dann folgen drei Veranstaltungen, die den literarischen Kern des Literaturfestes ausmachen.
Zunächst die Lesungen mit Musik (E-Ukulele) von Schreibenden der Regensburger Schriftstellergruppe
International (RSGI) sowie des Pänk-Verlags "Brückenbauen nach Usbekistan und anderswohin".
Hier las Stefan Rimek (Präsident der RSGI) über eine Reise nach Usbekistan, Thyra Thorn
(Vizepräsidentin der RSGI) über eine der größten Brücken der Erde in Hongkong und der Schweizer
Guido Frei über Brücken in Zürich als Beispiel für die problematische Verkehrsführung der Stadt.
Im netten Sinn Lokalkolorit schuf Johannes Sindl mit dem hübschen Sujet: Ein römischer Soldat
erlebt zwei Jahrtausende Geschichte von Regensburg - und kehrt wieder in die römische Zeit zurück.
(Aus seinem Buch: Die Brücke vom Diesseits zum Jenseits).
Die nächste Veranstaltung läßt dann die k. u. k. Monarchie mit "Leutnant Gustl" erstehen,
Lesung von Werner Steinmassl. Es folgt Zusammenarbeit von VS-Autoren mit einer Schreibgruppe.
Matthias Gietl errichtet danach Brücken aus Worten zu poetischen Kapiteln. Auflockerung bringt
dann der Tanz von Spielleutenj der Gruppe "Notentanz". Ein weiterer musikalischer Aspekt ist
das Konzert "Lieder in Rock" und die Theaterlesung mit Musik (von Jürger Härtl) "Die Totenrufer".
1919 Räterepublik in München, sechziger Jahre Kulturrevolution in China: Jede Revolution
fordert ihre Opfer!! Nicht vergessen sind auch Veranstaltungen für Kinder - und Mahjongspielen!!
Die Autorin und Künstlerin Tina Schmid hat hier ein bemerkenswert großes Fest gestaltet!