Das Symposium stellt sich aktuellen Fragen der Theorie der Dimension Farbe und ihrer Verwendung.
Mich hat das beeindruckende Zusammenspiel von bildender Kunst und Literatur interessiert, das im
Zeitalter Dantes (1265-1321; somit um 1300 - also vor 700 Jahren!) zu neuen Entwicklungen in beiden -
Bereichen führt und das grundsätzliche Fragestellungen auch der Gegenwart andeutet: Parallelität von
gewohnten und neuen Entwicklungen in der Kunst - aber weithin fehlender Zusammenhang mit der Literatur...
Allein schon das faszinierende Bildmaterial, das hier präsentiert wurde, machte den Besuch dieser
Veranstaltung lohnend, dazu gab es geradezu überreiche Quellen in Latein und Italienisch, die man
kaum in der Kürze der Zeit nachvollziehen konnte.
Begonnen wurde die Tagung - nach einer sehr engagierten und geradezu begeisterten Begrüßung durch
den Präsidenten der Universität Regensburg -durch zwei Vorträge der wissenschaftlichen Organisatoren
und Leiter des Symposiums, Professor Dr. Christoph Wagner (Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität
Regensburg und Professorin Prof. Dr. Franziska Meier (Lehrstuhl für Romanische Philologie der Universität
Göttingen) über Dantes Farben - Thesen und Farben. Den Abschluß bildete dann ein vieldiskutierter Vortrag
von Christoph Wagner: "Dante und die Farben der Nacht". Allein schon diese schwungvolle Debatte zeigte,
wie das Thema der Veranstaltung noch am Ende des zweiten Tages aufmerksame Zuhörerschaft fand.
Die neun Vorträge im Zentrum der Tagung befassten sich mit dem Umfeld und seinen Gestaltern, so u.a.
Giotto, Albertus (de Colonia) Magnus und Thomas von Aquin, Prof. Ellerbrock (Universität Würzburg
erläuterte "Dantes Florenz zwischen Vita nuova und Commedia" unter Rückweis auf seine Monographie
"Florenz: Stadt der Dichter".
Erfreulicherweise ist geplant, die Vorträge der Tagung zu publizieren: Dringend notwendig, um sich mit
Einzelheiten zu befassen.
Die gut organisierte Tagung wurde durch die VolkswagenStiftung gefördert.