JOIE DE VIVRE & ANTIDOTE Do, 02.04.2026
Bildern und Zeichnungen von Marion Fuchs aus Johannesburg/Südafrika

Die Serie "Joie de vivre" ist ein Versuch, diesen flüchtigen Moment einzufangen, in dem der Körper buchstäblich vor Freude springt. Aber Freude beschränkt sich nicht nur auf das Springen – sie lebt auch im Spielen, Laufen, Posieren und in der Ausgelassenheit, sich gemeinsam zu bewegen. "Das ist etwas, was ich oft bei Kindern beobachte, aber das Alter sollte eigentlich keine Rolle spielen."

Satte Farben findet Marion Fuchs unwiderstehlich fröhlich. In dieser Serie hat sie ihrer Neigung zur Buntheit freien Lauf gelassen. Auch der Anziehungskraft von Mustern kann sie nicht widerstehen: "Jede Oberfläche, die lange genug stillsteht, wird von ihrem eigenen Muster erhellt." Schließlich begann sie, Tiere zum Tanz einzuladen – Lemuren, Wildhunde und Schafe baten sie darum, mitmachen zu dürfen.

Nachdem sie jahrelang Porträts von kuratierten Selfies gemalt hatte – mit perfekten Zähnen, falschen Wimpern und zweifelhaftem Filter-Charme – brauchte sie eine Pause von der Tyrannei der Schönheit. Die Serie "Antidote" ist ihr Gegenmittel, eine spielerische Rebellion gegen das gekünstelte Lächeln und den Druck, attraktiv sein zu müssen. Inspiriert von viktorianischen Fotografien, auf denen Frauen wütend, tränenreich, ausdruckslos oder fröhlich grotesk wirken, feiern diese Werke das Unpolierte und Unbekümmerte. "Antidote" war einst eine Beleidigung für eine unattraktive Frau; hier ist es ein verschmitztes Zeichen des Widerstands.