Ndidi Dike Marianna Simnett Reba Maybury Do, 05.03.2026
Ndidi Dike: Rare Earth Rare Justice

Die in London geborene Künstlerin Ndidi Dike ist eine der führenden zeitgenössischen Künstlerinnen Nigerias. Im Mittelpunkt der Ausstellung Rare Earth Rare Justice steht die anhaltende Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des afrikanischen Kontinents, insbesondere der Abbau von Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo. Dike zeigt auf, wie die Rohstoffindustrie ökologische Zerstörung, Klimawandel, Vertreibung und ressourcenbedingte Konflikte fördert, und deckt auf, wie die weltweite Nachfrage nach Technologie durch systemische Gewalt und Enteignung gestillt wird.

Marianna Simnett: Circus

In der Secession präsentiert Marianna Simnett Circus, eine multimediale Ausstellung von Licht-, Klang- und skulpturalen Arbeiten, die auf ihre jugoslawische Herkunft verweisen. Persönliche Bezüge, darunter eine von den Erfahrungen ihres jüdisch-kroatischen Großvaters während des Holocaust inspirierte Arbeit, begegnen Anspielungen auf weibliche Gestalten aus Volkssagen, die sowohl als Bedrohung als auch als Verbündete auftreten können, und dem traditionellen Trachtenrock vom Balkan, der das zarte Spiel des Enthüllens und Verbergens intimer Körperteile inszeniert. Der in der Ausstellung thematisierte Circus kommt in der Präsentation auf vielfältige Weise zum Ausdruck: im manischen Kreisen eines Rocks unter der Decke, der an ein Zirkuszelt erinnert, in einer Bühne für eine Performance, im Klang gequälten Gelächters oder in blendenden Lichtern, die einen abgedunkelten Raum erhellen.

Reba Maybury: I Come in Peace

Wie dominiert man Gustav Klimt? Das war eine der ersten Fragen, die Reba Maybury sich bei der Vorbereitung ihrer Ausstellung I Come in Peace stellte. Maybury ist eine Künstlerin, Autorin und politische Domina, deren transdisziplinäre Praxis die Schnittstellen von Feminismus, Sexualität, Arbeit und Macht hinterfragt. Ihre Ausstellung erstreckt sich über vier Schauplätze – die Fassade des Gebäudes, das Foyer, das Grafische Kabinett im Obergeschoss und den Raum des Beethovenfrieses. Die Künstlerin entwarf ein Projekt, das auf den Ort eingeht, nicht nur mittels architektonischer Eingriffe, sondern auch in seiner Auseinandersetzung mit der Geschichte der Institution.

PR (Kerstin)