XZIBIT Do, 19.11.2026
Für eine ganze Generation ist Xzibit der Mann, der PlayStations in Kofferräume gebaut hat. Die 90er möchten kurz widersprechen. Dass er später Autos mit Dingen ausstattete, nach denen niemand gefragt hatte, gehört zur Popgeschichte. Dass er davor "Paparazzi" aufgenommen hatte, zur Rapgeschichte. Und um die geht es uns!

Als MTV X to the Z zum Fernsehgesicht der Nullerjahre machte, war sein Platz im amerikanischen Hip Hop längst vergeben. "At the Speed of Life" brachte Mitte der 90er eine Stimme hervor, die nicht besonders daran interessiert war, freundlich zu klingen. Schwer, direkt und mit jener kalifornischen Gravitation, die selbst dann nach Straße klingt, wenn Dr. Dre hinter dem Mischpult sitzt. Mit "Restless" wurde aus Respekt Reichweite. Dre produzierte, Snoop Dogg, Eminem und Nate Dogg standen neben ihm am Mic. Nicht als nachträglich zusammengesuchte Gästeliste, sondern weil Xzibit genau dort stattfand. Songs wie "X", "Get Your Walk On" und "The Foundation" klingen deshalb heute weniger nach Rückspiegel als nach einer Zeit, in der Hip Hop gerade bemerkte, dass ihm bald die ganze Straße gehören würde. Die "Up in Smoke Tour" mit Dr. Dre, Snoop Dogg, Eminem und Ice Cube war die logische Konsequenz.

2025 kam nach mehr als zwölf Jahren "Kingmaker". Kein Versuch, die Neunziger noch einmal aus dem Keller zu holen. Eher die Erinnerung daran, dass schwere Drums, große Stimmen und eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Zeitgeist erstaunlich schlecht altern. Am 19. November 2026 kommt X to the Z nach über zehn Jahren wieder nach Wien. Ins WUK. Ohne Playstation im Kofferraum. Vermutlich.

PR (Kerstin)