Msgr. Otto Mauer Preis 2019: Alfredo Barsuglia Mi, 04.12.2019
Der Otto Mauer Fonds vergibt die mit 11.000 Euro dotierte Auszeichnung heuer zum 39. Mal. Prämiert wird das gesamte bisherige Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers unter 40 Jahren. Diesjährige Preisträger ist der in Wien lebende und arbeitende steirische Künstler Alfredo Barsuglia.

Der Preis wird von Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien am 4. Dezember 2019 um 19.30 Uhr in der Jesuitenkirche Wien, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 1, 1010 Wien, an Alfredo Barsuglia vergeben.

'Das zentrale Thema meiner Arbeit ist, wie man mit Hilfe von Kunst gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Wertvorstellungen reflektieren und hinterfragen kann. Dabei versuche ich stets die RezipientInnen in meine Arbeit einzubeziehen, um möglichst unmittelbar agieren zu können. In meiner Arbeit verwende ich unterschiedlichste Medien und Kunstgattungen, die sich mit dem Raum oder dem Ausstellungsort auseinandersetzen. Alfredo Barsuglia.

Neben der Verwendung von Zeichnungen, Malereien, Fundstücken aus der Natur, Videos und Elementen aus Architektur und Design, Film und Theater, die Alfredo Barsuglia zu installativen und partizipatorischen Gesamtkunstwerken konstruiert, stellt die Verknüpfung von Gewohntem und Unerwartetem ein weiteres wichtiges Element seiner ästhetischen Produktion dar. Erst ihre Verknüpfung versetzt die BetrachterInnen in die geistig-körperliche Lage, selbst Impulse zu setzen und zu AkteurInnen und/oder BenutzerInnen zu werden.

Zurzeit sind Arbeiten von Alfredo Barsuglia in der Einzelausstellung Take on me im tresor im Bank Austria Kunstforum Wien vom 7. November 2019 bis 12. Jänner 2020 zu sehen.

Alfredo Barsuglia, geboren 1980 in Graz, lebt und arbeitet in Wien. Barsuglia erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter den 36. Österreichischen Grafikwettbewerb (2019), den Strabag International Artaward (2018), das Staatsstipendium für bildende Kunst (2017), den Kunstförderungspreis der Stadt Wien (2015), den Theodor Körner Preis (2013), Kunstförderungspreis der Stadt Graz (2007) und das MAK-Schindler-Stipendium in Los Angeles (2006).
Seine Arbeiten werden aktuell im tresor im Bank Austria Kunstforum Wien, Wien (solo, 2019), im Kunstforum Montafon, Schruns (gemeinsam mit Gelitin, 2019) gezeigt, zuletzt im MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles (gemeinsam mit Alice Könitz, 2018), im MMKK Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt (2018), im OK Offenes Kulturhaus, Linz (2017), in der Neuen Galerie Graz, Universalmuseum Joanneum, Graz (2016), im MAK Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien (solo, 2015), im MACRO Museo d"Arte Contemporanea di Roma / Testaccio (2014), bei der 4th Moscow Biennial of Contemporary Art, Moskau (2011) und im mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien (2010).
Er performte u.a. im Kunstraum Lakeside, Klagenfurt (2019), RIMI/IMIR scenekunst Festival, Stavanger / NO (2018), Rhiz, Wien (2018), im brut, Wien (2017), ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival, Wien (2017) und TQW Tanzquartier, Wien (2014).
Für 2020 sind Ausstellungen im Kunstpavillon / Tiroler Künstler*schaft Innsbruck (solo) und im Kunstverein Eisenstadt (zusammen mit Franz Graf) geplant.

Bildlegende: Alfredo Barsuglia, Social Pool, 2014, Mojave-Wüste, Kalifornien, in Kooperation mit MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles, Foto: Alfredo Barsuglia © Bildrecht, Wien 2019