Die letzten Tage der Menschheit Fr, 11.10.2019
Erwin Steinhauer liest aus Karl Kraus Werk, Begleitung Pamelia Stikney auf dem Theremin

Karl Kraus' heute berühmtestes Werk "Die letzten Tage der Menschheit" entstand als unmittelbare Reaktion auf den Ersten Weltkrieg. Es bespiegelt in zahllosen Facetten menschliche Niedertracht, Grausamkeit und Dummheit - bedrückend zeitlos und für alle Epochen und Länder aktuell. Obwohl vor 100 Jahren entstanden begegnen wir nicht nur historischen Persönlichkeiten - Wien bleibt Wien - eine gefährliche Drohung wie Karl Kraus meinte.

Die Musik ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Produktion. Sie ist das akustische und emotionale Fundament. Mit einem ungewöhnlich besetztem Orchester (Theremin) werden Collage-artig montierte Versatzstücke aus Militär- oder Salonmusik, Operette und Heurigenlied, sowie abstrakte filmisch gedachte Klangflächen erzeugt. Es erklingt eine grausam, komische verstörende und wienerische Weltuntergangs-Operette.

©: Foto Jan Frankl
PR (Kerstin)