JE SUIS FASSBINDER – Deutschland im Herbst 2016 Fr, 03.05.2019
Der renommierte Theaterregisseur und Autor Falk Richter sieht durch das Prisma eines Werks von Rainer Werner Fassbinder auf die sogenannte Flüchtlingskrise 2016 und ihre Folgen.

"Je suis Fassbinder" von Falk Richter ist als Auseinandersetzung mit Rainer Werner Fassbinders Segment des Gemeinschaftsfilms "Deutschland im Herbst" (BRD 1978, Regie u.a. Volker Schlöndorff, Alexander Kluge und Heinrich Böll) als "Spiel-im-Spiel" bzw als "Film-im-Stück" konzipiert.

Inversionen, Spiegelungen und Reenactements lassen die Figuren auf der Bühne analog zu denen in Fassbinders Filmen durch einander hindurchgleiten, aneinander vorbeitasten und konsensual nicht mehr zusammenfinden. Falk Richter, sensibilisiert durch seinen eigenen LGBTIQ-Hintergrund, thematisiert die Politik der Gefühle, die sich in Form von Angst gegen alle Minderheitengruppen in einer heteronormativen und weißen Mehrheitsgesellschaft richten.

Die Regisseurin Amina Gusner greift in ihrer Inszenierung diese Themen auf und webt mit musikalischer Begleitung von Andreas Dauböck einen Klangteppich, der den Text antreibt, ihm das Tempo nimmt oder ihn konterkariert.

PR (Kerstin)