Frauen . Welten Mi, 20.03.2019
Frauen-Welten von damals und heute in Literatur und Kunst!

Am 20. März ist bilder.worte.töne weiblich besetzt. Sonja Henisch liest ihren Text über die österreichische Frauenrechtlerin und Nationalratsabgeordnete Adelheid Popp. Christine Tidl widmet ihren Beitrag der amerikanischen Schriftstellerin, Verlegerin und Kunstsammlerin Gertrude Stein. Melanie Eckl-Kerber stellt abstrakte Bilder und Collagen aus.

Sonja Henisch zeichnet die entbehrungsreiche Kindheit und Jugend Adelheid Popps nach, die nur bis zum 10. Lebensjahr die Schule besuchen konnte. Sie musste in der Fabrik schuften und konnte sich Bildung nur nebenbei aneignen. Dennoch schaffte sie den Aufstieg zur sozialdemokratischen Parlamentarierin im Österreichischen Nationalrat und zur Vorsitzenden im Internationalen Frauenkomitee, die sich für politische Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht einsetzte.

Christine Tidl schildert Leben und Werk Gertrude Steins und lässt sie in kurzen Leseproben selbst zu Wort kommen. Zeitlebens suchte Stein mittels Sprache ähnlich der Malweise eines Picasso, Matisse, Renoir etc. nach neuen, experimentellen Zugängen in der Literatur. Ihre Wohnung in Paris war Treffpunkt der Avantgarde, von Intellektuellen, Literaten, Kunstschaffenden und Komponisten. Sie bekennt sich zu ihrer lesbischen Liebesbeziehung, verfügt über eine bemerkenswerte Kunstsammlung. Ihr Oeuvre gewaltigen Ausmaßes hat in seiner Originalität die Literatur bis heute maßgeblich beeinflusst. Sie gilt als Sprachkünstlerin, als Mutter der Moderne.

Melanie Eckl-Kerber zeigt in ihrer Einzelausstellung eine Auswahl von abstrakten Bildern in unterschiedlichen Techniken Acrylmalerei, Collage und Acrylic Pouring auf Leinwand. Der gemeinsame Nenner ist die Verwendung von kräftigen Farben voller rhythmischer Dynamik. Ein beliebtes Motiv der experimentierfreudigen Künstlerin ist die schwungvolle Kreisform im quadratischen Bildformat. Melanie Eckl-Kerber sieht ihre künstlerische Entwicklung als eine Art Expedition, als Reise bei der man bei jedem Bild wächst und dazulernt.