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Glas vs. Becher
Sa, 22.09.2007
Es ist ja durchaus erfreulich, wenn so manch Veranstalter bei der Bewirtung zum guten alten formstabilen Glas zurückgreift als Getränke lieblos in einen Plastikbecher abzufüllen. Ich glaube, jeder trinkt seinen Vodka, Wein, oder was auch immer, lieber aus einem Glas, als aus unschicker Pappe, oder Plastik.
Gerade bei Studentenfesten ist es ja durchaus beliebt bei den oft überteuerten Preisen, dann noch Plastikbecher herzugeben. Doch so unschick diese Becher auch sind, anscheinend machen diese durchaus Sinn auf solchen Veranstaltungen, bei denen gerne exzessiv gefeiert wird und das Budget etwas knapper ist. Denn anscheinend kann so manch einer nicht feiern, ohne, dass irgendetwas zu Bruch geht. Zuletzt beim ersten USI Fest wieder live miterlebt. Ein milimeterhoher Teppich aus Glasscherben und Getränkeresten häufte sich auf dem Boden und weit und breit kein Putzpersonal, das daran gedacht hätte, die Scherben zu entfernen. Was bei Szeneclubs und Lokalen super funktioniert, geht anscheinend auf Studentenfesten nicht – klar jeder Euro ist teuro und Personal kostet. Dies führte aber leider zu einem vorzeitigen Ende der, eigentlich ansonsten gelungenen, Party. Meine Begleitung drückte sich eine Scherbe in den Schuh, Schnitt sich daran und das war es dann. Bei der Bar zeigte uns der 'Glaswegtransporteur' genannt auch 'Glasträger' nur seinen Finger. Das Pflaster, dass darum gewickelt war dürfte wohl das letzte seiner Art gewesen sein. Kleines Detail am Rande: Wenn man schon grauslichen Spritzer aus der Dose serviert, dann muss man diesen nicht auch noch scheinheilig in ein Glas umschütten. Geschultes Auge sieht welch Graus da serviert wird- der Gaumen schmeckt es sowieso. 2 Euro 60 sind zwar im Vergleich zu manch anderem Clubbing günstig, aber letztendlich dafür auch überteuert. Dose selbst würde aber Scherben vermeiden… Somit das Fazit: Entweder man geht in Zukunft mit Bergschuhen auf Partys oder Schuhen mit dicker Sohle, sieht beim feiern stets auf den Dancefloor, oder der geneigte Veranstalter greift bei voraussichtlichen Saufexzessen wieder auf den alt bewährte Plastikbecher zurück. Letztendlich liegt es aber auch an den Besuchern auf Veranstaltungen in solch ehrwürdigen Hallen wie dem Palais Auersperg auch dementsprechend zu behandeln und somit beim tanzen und feiern besser aufzupassen. Übrigens das USI Fest selbst war, bis auf dieses kleine Detail, ansonsten sehr gelungen. Und es bewies, dass man auch als MP3 DJ Stimmung erzeugen kann. Wobei der zweite Floor, wo noch brav mit Playern gewörkt wurde, wesentlich besser ankam. Zumindest war der Sound dementsprechend… |
