Flüchtlingsgespräche 21 - Wert des Menschen Mi, 10.10.2018
Verfasst im skandinavischen Exil geißelt Brecht in den satirischen Dialogen "Flüchtlingsgespräche" aus den 40er Jahren die Verwerfungen seiner Zeit: Krise, Krieg, Rassismus, Verfolgung und Flucht - Themen, die kaum an Aktualität verloren haben.

Zwei Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland räsonieren beim täglichen Bier in einem entlegenen Bahnhofsrestaurant von Helsinki über Heimat, Krieg, Flucht, Faschismus und Sozialismus. Das epische Panorama des politischen Übergangs konfrontiert in aktuellen Kommentaren mit Krisen, die eine bedenkliche Aktualität zu unserer Zeit aufweisen. Die Performance resultiert aus einem einjährigen Arbeitsprozess von Theaterworkshops und Laboren mit KünstlerInnen, Flüchtlingen, PensionistInnen, Studenten, Menschen aus dem Grätzel. Szenische Splitter treffen auf Brecht-Songs, Geschichten des Ensembles, auf eine Cooking-Show und abschließende Diskussionen mit FlüchtlingshelferInnen. Keine Performance gleicht der anderen, das Publikum ist Teil des Geschehens: Es wird gespielt, diskutiert, improvisiert, gekocht, gesungen, gefeiert und getanzt!

PR (Kerstin)