Vernissage zur Fotoausstellung
Mit ihren 30 Jahren ist die HOSI Wien mittlerweile eine der ältesten Lesben- und Schwulenorganisationen in Europa. Eigentlich an sich schon eine Erfolgsgeschichte, die noch erstaunlicher ist, bedenkt man, dass die Tätigkeiten des Vereins im Wesentlichen auf dem ehrenamtlichen Engagement seiner AktivistInnen beruhen und eine ungewöhnlich vielfältige Palette abdecken. Zu dieser gehören u. a. der Betrieb eines selbstverwalteten Vereinszentrums, das seit fast 30 Jahren an drei bis fünf Abenden pro Woche geöffnet ist, regelmäßige Gruppentreffen, persönliche Beratung und Hilfestellungen, etwa beim Coming-out oder bei Diskriminierung, politisches Lobbying, professionelle Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärungs- und Informationstätigkeit, kulturelle und volksbildnerische Aktivitäten, eine eigene Theatergruppe, Prävention im Gesundheitsbereich, die Herausgabe einer Zeitschrift sowie nicht-periodischer Publikationen, das ständige Aktualisieren eines umfassenden Website, die Vernetzung mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft, internationale Kooperationen und nicht zuletzt die Durchführung zweier jährlicher Großveranstaltungen, nämlich der Regenbogenparade und des Regenbogenballs.
Mit einer Ausstellung versucht die HOSI Wien nun, einen groben Überblick über die vielfältigen Aspekte ihrer Arbeit und ihre vielen Tätigkeitsfelder zu geben. "Diese als Fotoausstellung konzipierte Übersicht kann allerdings nur sehr bruchstück- und lückenhaft sein", kommentiert Obmann Christian Högl, der die Ausstellung gestaltet hat: "Einerseits haben wir natürlich zuviel Material, um auch nur annähernd alles Bedeutsame und Wesentliche zu zeigen, andererseits fehlen von vielen wichtigen Ereignissen, insbesondere aus der Frühzeit des Vereins, geeignete Bilddokumente. Dennoch ist es gelungen, einen beeindruckenden Bogen zu spannen."